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Welche Teichpumpe brauche ich?

Vom Aquarium-Rechner-Team

Wähle eine Pumpe, die den ganzen Teich bei einem Pflanzenteich mindestens alle zwei Stunden einmal umwälzt und jede Stunde einmal, wenn du Fische oder Koi hältst. Ein Teich mit 3.600 Litern (etwa 950 Gallonen) braucht rund 1.800–3.600 Liter pro Stunde (475–950 GPH), gemessen bei der Höhe, auf die die Pumpe das Wasser heben muss, nicht nach dem Wert auf der Verpackung.

Die Faustregel, mit Beispielen

Beginne mit dem Volumen deines Teichs; der Teichrechner ermittelt es aus Länge, Breite und durchschnittlicher Tiefe. Lege die Förderleistung dann bei reinem Pflanzenbesatz auf das halbe Volumen pro Stunde aus, mit Fischen auf das volle Volumen pro Stunde. Ein Teich mit 1.000 Litern braucht etwa 500–1.000 L/h (130–265 GPH); ein Teich mit 3.600 Litern etwa 1.800–3.600 L/h (475–950 GPH); ein Koiteich mit 10.000 Litern etwa 5.000–10.000 L/h (1.320–2.640 GPH).

Fische, und besonders Koi, produzieren viel Abfall, deshalb braucht ein Teich mit Fischen eine schnellere Umwälzung durch den Filter, damit das Wasser klar und gesund bleibt. Wenn du später Fische einsetzen willst, lege die Pumpe von Anfang an für Fische aus; das ist günstiger, als sie zu ersetzen.

Förderhöhe: Warum die Angabe auf der Verpackung nicht die reale Leistung ist

Die Förderleistung einer Pumpe wird ohne Förderhöhe und ohne Leitungen gemessen. Jeder Zentimeter, den die Pumpe das Wasser heben muss, also die „Förderhöhe“ von der Teichoberfläche bis zum Auslauf eines Filters, Wasserfalls oder Springbrunnens, verringert die Leistung, und lange oder dünne Schläuche verringern sie weiter. Als grober Richtwert rechnest du pro 3 m Schlauch etwa 30 cm Förderhöhe hinzu.

Schau dir die Förderkennlinie auf der Verpackung oder im Datenblatt der Pumpe an, suche deine gesamte Förderhöhe und lies die Leistung bei dieser Höhe ab. Liegt dein Auslauf 1,5 m über dem Wasser, liefert eine als 5.000 L/h verkaufte Pumpe womöglich nur die Hälfte davon. Wähle eine Pumpe, die deine Zielleistung bei deiner realen Förderhöhe bringt, und verwende weite Schläuche, um Verluste zu verringern.

Wasserfälle und Springbrunnen

Ein Wasserfall braucht genug Durchfluss, um einen geschlossenen Wasserfilm über die ganze Kante zu bilden. Ein gängiger Richtwert sind etwa 150 GPH pro Zoll Wasserfallbreite (rund 220 Liter pro Stunde pro Zentimeter) für einen durchschnittlichen Wasserfilm; nimm etwa zwei Drittel davon für ein sanftes Rinnsal und ein Drittel mehr für eine kräftige Kaskade. Ein 30 cm (12 Zoll) breiter Wasserfall braucht für einen vollen Wasserfilm also rund 6.600 L/h (1.800 GPH).

Liegt der Durchfluss des Wasserfalls deutlich über der nötigen Umwälzung des Teichs, ist das für die Fische unproblematisch, aber prüfe, ob der Filter das verkraftet, oder teile den Strom auf, sodass nur ein Teil durch den Filter läuft. Springbrunnen brauchen viel weniger Durchfluss, aber mehr Druck; halte dich an die empfohlene Leistung und Höhe der Fontänendüse.

Wie tief sollte ein Koiteich sein?

Koiteiche sollten mindestens 1–1,2 m (3–4 ft) tief sein und 4.000 Liter (etwa 1.000 Gallonen) oder mehr fassen. Die Tiefe hält die Temperatur bei Sommerhitze und Winterkälte stabil, gibt den Fischen Platz zum Schwimmen und Wenden, wenn sie auf 60 cm oder mehr heranwachsen, und schützt sie vor Reihern und anderen Räubern. In kalten Regionen friert die Tiefzone nicht zu und bietet den Koi im Winter einen sicheren Ruheplatz.

Goldfischteiche können flacher sein, etwa 60–80 cm (2–2,5 ft), mit Pflanzstufen von 20–30 cm. Unabhängig von der Tiefe nimmst du den tiefsten Punkt für die Größe der Teichfolie und die durchschnittliche Tiefe für die Volumenberechnung; der Teichrechner erledigt beides und empfiehlt die Förderleistung der Pumpe.

Filter und Betriebskosten

Kombiniere die Pumpe mit einem Filter, der mindestens für das Volumen deines Teichs ausgelegt ist, bei Koi für mehr, und idealerweise mit einem UV-Klärer gegen grünes Wasser. Die mechanische Filterung hält Schmutz zurück; die biologische Filterung wandelt wie im Aquarium Fischabfälle in weniger schädliche Verbindungen um, reinige die biologischen Filtermedien also niemals mit gechlortem Leitungswasser.

Teichpumpen laufen rund um die Uhr, deshalb zählt die Effizienz. Der jährliche Stromverbrauch einer Pumpe in kWh ist ihre Wattzahl × 24 × 365 ÷ 1.000: Eine 50-W-Pumpe verbraucht etwa 438 kWh pro Jahr. Vergleiche die Förderleistung pro Watt zwischen Pumpen, nicht nur den Preis, denn eine effizientere Pumpe macht sich oft innerhalb von ein oder zwei Saisons bezahlt.

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