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Aquarium-Rechner
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Methodik

Wie unsere Zahlen zustande kommen

Wir zeigen lieber unseren Rechenweg, als dir eine Blackbox zu geben. Hier ist das Modell hinter dem Besatzrechner, die Annahmen, die es trifft, wie sehr du den Ergebnissen vertrauen solltest und die Quellen, aus denen unsere Konstanten stammen.

Das Besatzlast-Modell

Statt der fehlerhaften „Zoll-pro-Gallone“-Regel trägt jede Art einen handabgestimmten Besatzfaktor — ihre relative Abfall- und Sauerstoffanforderung, wobei ein Neonsalmler auf 1,0 gesetzt ist. Die Kapazität eines Beckens ist sein Netto-Wasservolumen geteilt durch einen Referenzwert von etwa 4 Litern pro Besatzeinheit, anschließend mit einem Grundflächenfaktor angepasst. Das Besatzniveau ist die Gesamtbesatzlast deiner Fische geteilt durch diese Kapazität, ausgedrückt in Prozent.

Warum die Grundfläche zählt

Zwei Becken gleichen Volumens sind nicht gleich. Ein langes, flaches Becken hat mehr Wasseroberfläche für den Gasaustausch und mehr Bodenlänge zum Schwimmen als eine hohe, schmale Säule und trägt daher mehr Fische. Wir multiplizieren die Kapazität mit einem Grundflächenfaktor, der aus dem Verhältnis von Oberfläche zu Volumen abgeleitet ist (ein Standard-Gesellschaftsbecken mit 30 cm²/L liegt bei 1,0), begrenzt zwischen 0,75 und 1,25, sodass er das Ergebnis lenkt statt dominiert.

Filterung & Wasserwechsel

Der empfohlene Filterdurchfluss steigt von etwa dem 4-Fachen des Beckenvolumens pro Stunde bei geringem Besatz bis zum 8-Fachen nahe der Kapazität, weil höhere Besatzlasten mehr Umwälzung benötigen. Der vorgeschlagene wöchentliche Wasserwechsel-Prozentsatz skaliert genauso. Beide sind Planungshilfen, kein Ersatz für das Testen deines eigenen Wassers.

Netto- vs. Nennvolumen

Jedes Ergebnis ist am Netto-Wasservolumen verankert — der angegebenen Beckengröße abzüglich des von Bodengrund und Dekoration verdrängten Wassers (oft 10–15 %) — nicht am leeren Glasfassungsvermögen. Volumina werden in exakten Einheiten berechnet (1 US-Gallone = 3,785411784 L, 1 UK-Gallone = 4,54609 L) und nur zur Anzeige gerundet.

Wie sehr solltest du vertrauen?

Behandle die Ergebnisse als gut begründete Schätzungen zur Planung, nicht als Garantien. Die Besatzfaktoren sind konservative, auf dem Hobby-Konsens beruhende Werte, einzelne Fische und Pflegegewohnheiten variieren stark, und die Verträglichkeit hängt von Temperament, Einrichtung und Glück ab. Nutze die Zahlen, um offensichtliche Fehler zu vermeiden und Optionen zu vergleichen — recherchiere dann jede Art und beobachte, wie sich deine Fische tatsächlich verhalten.

Annahmen & Grenzen

Das Modell setzt ein eingefahrenes, vernünftig gepflegtes Süßwasserbecken mit ausreichender Belüftung und einem einzigen, genauen Volumen voraus. Es modelliert keine lebenden Pflanzen (die Spielraum schaffen), keine genauen Filtermedien, kein Fortpflanzungsverhalten und keine Besonderheiten von Meerwassersystemen. Die Salzwasserarten im Verzeichnis dienen als Referenz und werden nicht durch das Süßwasser-Besatzmodell geführt.

Quellen & Referenzen

  • US- und UK-Gallonen-Definitionen: NIST Handbook 44 und der UK Weights and Measures Act (britisches Maß- und Gewichtsgesetz) — verwendet für exakte Volumenumrechnungen.
  • Artengrößen, Mindestbeckengrößen und Wasserwertbereiche: abgeglichen mit den Artprofilen von Seriously Fish und FishBase.
  • Hinweise zu Filterumwälzung und Wasserwechsel: Konsens aus etablierten Aquaristik-Quellen und Practical Fishkeeping.
  • Überlegungen zu Oberfläche und Gasaustausch: anerkannte Aquaristik-Wissenschaft zur Skalierung des Sauerstoffaustauschs mit der Wasseroberfläche, nicht mit dem Volumen allein.
  • Besatzfaktoren: von unseren Redakteuren anhand der obigen Quellen und langjähriger Besatzerfahrung der Community handabgestimmt, normiert auf einen Neonsalmler bei 1,0.

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